Bebauungspläne im Geoportal der Stadt Worms
Bebauungspläne im Geoportal der Stadt Worms

Pläne

Bebauungspläne, Flächennutzungspläne, Rahmenpläne

Ein Mann und eine Frau betrachten einen Plan auf einem PC-Bildschirm
Ein Mann und eine Frau betrachten einen Plan auf einem PC-Bildschirm

Bebauungspläne

Der Bebauungsplan (verbindlicher Bauleitplan) konkretisiert die allgemeinen Darstellungen des Flächennutzungsplans für einen räumlichen Teilbereich.

Der Bebauungsplan umfasst

  • die Planzeichnung,
  • die textlichen Festsetzungen,
  • die Legende,
  • die Begründung,
  • den Umweltbericht (seit 2001) und
  • die Zusammenfassende Erklärung (seit 2004).

Bebauungspläne im Verfahren

Für verschiedene Bebauungspläne werden zur Zeit Bebauungsplan-Verfahren durchgeführt. Rechtsverbindliche Auskünfte über die Bebaubarkeit können daher für diese Gebiete zur Zeit noch nicht gegeben werden. Diese Baugebiete können interessant sein, wenn Sie sich langfristig für ein Baugrundstück interessieren.

Informieren Sie sich zur Beteiligung im Rahmen der Bebauungsplanverfahren. Ansprechpartner finden Sie auf den jeweiligen Verfahrensseiten.

Bebauungsplanübersicht (Auswahl)

Die qualifizierten Bebauungspläne der Stadt Worms auf einen Blick sowie eine Auswahl der Bebauungspläne im PDF-Format finden Sie im Online-Stadtplan (Geoportal der Stadt Worms). Diese sowie die einfachen Bebauungspläne sind zudem bei der Abteilung Stadtplanung und Bauaufsicht einsehbar.

Flächennutzungsplan

Mit der Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Worms am 21. Oktober 2016 ist der Flächennutzungsplan "FNP-Worms-2030" rechtswirksam.

Auf der Grundlage des seit 1978 rechtswirksamen Flächennutzungsplanes wurden die Planziele zur:

  • Siedlungsentwicklung
  • Freiraumentwicklung
  • Infrastrukturentwicklung

für das gesamte Stadtgebiet, einer Fläche von etwa 10.873 ha, überprüft und für den Zeitraum bis 2030 fortgeschrieben.

Dies hat der Rat der Stadt Worms in der Sitzung am 30.09.2015 beschlossen.

Unterlagen zum Herunterladen:

Planzeichnung Flächennutzungsplan 2030
Begründung mit Umweltbericht
Zusammenfassende Erklärung 

Rahmenpläne

Zu den Aufgaben der Stadtplanung gehört neben der Abwicklung formeller Planungsverfahren, wie der Erstellung von Bebauungsplänen, auch die Aufstellung informeller Planwerke. Hierzu gehören die Rahmenpläne, durch welche planerische Zielvorstellungen für Teilgebiete einer Stadt festgehalten und Leitlinien für die weitere Entwicklung gesteckt werden.

Einzelhandelskonzept

Innenstadtentwicklung als Schwerpunktaufgabe

Die Innenstadtentwicklung ist von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung der Stadt Worms. Um die Innenstadtentwicklung voranzutreiben, bearbeitet der Bereich Planen und Bauen sämtliche Felder des Städtebaus.

Grundlagen für die Zukunft

Dies soll in Zukunft vor allem auf der Grundlage des Innenstadtkonzeptes (siehe Innenstadtkonzept) sowie des in Aufstellung befindlichen, fortzuschreibenden Flächennutzungsplanes, einschließlich des Landschaftsplanes, geschehen.

Ziele und Maßnahmen

Ziele und Maßnahmen zur Innenstadtentwicklung beschreiben - im Sinne einer Querschnittsaufgabe - einen umfassenden Ansatz:

  • Schaffung attraktiver und innenstadtnaher zusammenhängender Grün- und Erholungsflächen einschließlich Anbindung der Innenstadt an den Rhein
  • Maßnahmen zur Verkehrslenkung
  • Bündelung des Verkehrs auf Magistralen (Ringe)
  • Steigerung der Attraktivität des ÖPNV, insbesondere durch Beschleunigungsmaßnahmen
  • attraktive Verknüpfung des Individualverkehrs mit dem ÖPNV (Umsteigemöglichkeiten)
  • attraktivere Anbindung des Bahnhofs an die Innenstadt (nach Osten und Westen)
  • vielfältige Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur
  • Schaffung funktionsgerechter und attraktiver öffentlicher städtischer Räume
  • Schaffung attraktiver öffentlicher Einrichtungen mit "Magnetwirkung" zur Belebung der Innenstadt einschließlich Gestaltung ihres Umfeldes
  • Ansiedlung attraktiver Handels- und Dienstleistungseinrichtungen in der Innenstadt zur Bindung von Kaufkraft und zur Schaffung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen
  • Schaffung attraktiver Wohnangebote in der Innenstadt zur Stärkung der Wohnfunktion einschließlich erforderlicher Infrastruktur (Schulen, Kindergärten, Sportstätten etc.)

Projekte

Die Innenstadtentwicklung wird derzeit von den folgenden Projekten getragen:

1. Erstellung des Innenstadtkonzeptes (abgeschlossen)

  • Erster Schritt: Handels- und Dienstleistungsuntersuchung
  • Zweiter Schritt: Innenstadtrahmenplan
  • Dritter Schritt: Innerstädtische Strukturbereiche


2. Umsetzung des Konzeptes der "Grünen Perlenkette"

  • Innerer Ring; ehemalige Stadtgrabenanlage: Andreasring, Lutherring, Neugestaltung des Adenauerrings mit 118er-Denkmal (abgeschlossen), Hertha-Mansbacher-Anlage
  • Äußerer Ring; u.a. Albert-Schulte-Park, Neuanlage des ehemaligen Stadtkrankenhausgeländes als Park (abgeschlossen) bis hin zur Neugestaltung des Rheinufers einschließlich Verlegung des Festplatzes und Höherlegung der Kastanienallee (vorbereitende Untersuchungen nach Baugesetzbuch eingeleitet) (städtebaulicher Rahmenplan für Rheinufer erstellt) (siehe Rheinufergestaltung), Stadtpark und Bürgerweide


3. Umsetzung und Fortschreibung des Verkehrskonzeptes

  • Parkring mit Parkhäusern und Tiefgaragen; u.a. Einbahnstraßenregelung und Neugestaltung der Friedrichstraße/Römerstraße (für 2008 vorgesehen)
  • Innenstadtring; u.a. Ausbau der Siegfriedstraße (abgeschlossen), des Berliner Rings (abgeschlossen) und der Wallstraße (abgeschlossen)
  • Äußerer Ring (frühestens ab 2009 vorgesehen) - B 47 (Planfeststellungsverfahren ist eingeleitet) als Maßnahme des Bundes
  • 2. Rheinbrücke ebenfalls als Maßnahme des Bundes (abgeschlossen)


4. Städtebauliche Neuordnung des Bahnhofsumfeldes

  • Erneuerung der Brunhildenbrücke (abgeschlossen)
  • Oberflächenerneuerung des Bahnsteiges 2
  • Erhöhung des Bahnsteiges 3
  • Aufweitung der Unterführung
  • Einbau von behindertengerechten Aufzügen und Blindenleitsystem
  • Neubau eines Park und Ride-Parkhauses mit ca. 400 Stellplätzen (abgeschlossen)
  • Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes West mit mobilitätsgerechter Fußgängerrampe
  • Neubau eines Kreisverkehrsplatzes Gutenbergstraße/Güterhallenstraße/von-Steuben-Straße (abgeschlossen)
  • Neubau eines Kreisverkehrsplatzes Gaustraße/Pfortenring (abgeschlossen)
  • Neuanlage des Minigolfplatzes im Albert-Schulte-Park (abgeschlossen)
  • Neubau einer Zufahrtsstraße zum Zentralen Omnibusbahnhof - ZOB (abgeschlossen)
  • Neubau eines ZOB (abgeschlossen)
  • Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes mit Anbindung an die Fußgängerzone (KW) und an die Siegfriedstraße


5. Erneuerung der Fußgängerzone "Wilhelm-Leuschner-Straße (KW)" (abgeschlossen)

  • Erneuerung der Beläge, der Möblierungen und der gesamten Beleuchtung
  • Ausstattung mit Brunnenplastik und Wasserspiel


6. Neugestaltung des Bereiches Marktplatz/Neumarkt
(Umsetzung seit 2003, 1. und 2. Bauabschnitt abgeschlossen)

  • Durchführung eines beschränkten städtebaulichen Realisierungswettbewerbes mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren als Einladungswettbewerb nach den Grundsätzen und Richtlinien der GRW 1995 (abgeschlossen) (siehe Plan 1. Preis Wettbewerb)
  • Wettbewerbsleistungen:
    -städtebauliche Gesamtkonzeption (Maßstab 1:500) für den Bereich zwischen Stephansgasse /
    Petersstraße im Norden und Andreasstraße im Süden - einschließlich Umfeld des Wormser Domes -
    - Gestaltungsvorschlag (Maßstab 1:200) für den Bereich Marktplatz/Neumarkt
    - Visualisierung der städtebaulichen Idee
    - Erläuterungsbericht


7. Neubau des Nibelungenmuseums (siehe Linkliste) und Neugestaltung seines Umfeldes

  • Eröffnung des Nibelungenmuseums im August 2001
  • Neugestaltung des Stadtmauerrundwegs zwischen Hagenstraße und Herzogenstraße (abgeschlossen)
  • Neugestaltung des Platzes an der Petersstraße (abgeschlossen)
  • weiteres Umfeld: Neugestaltung des Paulusplatzes (abgeschlossen)


8. Neubau eines Einkaufszentrums durch den Investor ITG zwischen Ludwigsplatz und Römischem Kaiser

  • Abriss des ehemaligen Kaufhauses "Rupprecht" und des Hauptpostamtes mit Überbauung der Dominikanerstraße
  • Errichtung von ca. 18.000 qm (Einzelhandels-)Verkaufsfläche und von ca. 700 Pkw-Stellplätzen (Eröffnung 04/2004)


9. Entwicklung der ehemaligen Taukkunen-Kaserne zum Dienstleistungs-, Kunst- und Gewerbepark "Prinz-Carl-Anlage" 

  • Durchführung einer städtebaulichen Sanierungsmaßnahme (im vereinfachten Verfahren)

10. Entwicklung der ehemaligen amerikanischen Wohnsiedlung Thomas-Jefferson-Village (ca. 300 WE) zum Wohn- und Mischgebiet "Liebenauer Feld"

  • Abschluss des Kaufvertrages zwischen der Liebenauer Feld GmbH und der OFD im Juli 2002 
  • städtebauliche Leitlinien erstellt 
  • städtebauliches Konzept erstellt
  • Bebauungsplan in Kraft getreten
  • Durchführung einer städtebaulichen Sanierungsmaßnahme (im vereinfachten Verfahren) 
  • Aus-/Umbau der ehemaligen US-Schule im "Liebenauer Feld" für die Umsiedlung der Westend-Grundschule einschließlich Gestaltung der Außen(sport)anlagen (Einweihung im August 2001)


Für die Innenstadtentwicklung sind darüber hinaus noch weitere Projekte von Bedeutung:

  • Neugestaltung des Rheintorplatzes (abgeschlossen)
  • Erneuerung der gesamten Beleuchtung in der Fußgängerzone "Kämmererstraße" (Umsetzung seit 10/2002)
  • Entwicklung der Konversionsfläche an der Schönauer Straße für gewerbliche Zwecke (Bebauungsplan S 74 als Satzung beschlossen)
  • Aus-/Umbau der ehemaligen US-Sporthalle an der Mainzer Straße zur "Nikolaus-Doerr-Halle" einschließlich Gestaltung der Außenanlagen (abgeschlossen)
  • Neubau einer Stadthalle (siehe Projekt Stadthalle)

Innenstadtkonzept

Die Innenstadt von Worms sieht sich in jüngerer Zeit einem wachsenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Neben den nahegelegenen Oberzentren und den benachbarten Mittelzentren bedeuten stetig zunehmende Einzelhandelsangebote auf der grünen Wiese wachsende Konkurrenz. Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind durch Leerstände zahlreicher Ladenlokale augenfällig geworden.

Zentrale Bedeutung

Wegen der zentralen Bedeutung des Handels als Leitfunktion der Innenstadt und vor dem Hintergrund der Bedeutung der Innenstadt für die Gesamtstadt ist dieser Prozess nicht hinnehmbar und verlangt Gegensteuerung. Gleichzeitig muss zur Darstellung der gesamtstädtischen Versorgungsstruktur neben dem Handel auch die Innenstadt als Dienstleistungsstandort untersucht werden.

Stadtratsbeschluss Innenstadtkonzept

Auf Beschluss des Stadtrates der Stadt Worms wurde daher ein Innenstadtkonzept erarbeitet. Es besteht aus einer Handels- und Dienstleistungsuntersuchung sowie einem darauf aufbauenden Innenstadtrahmenplan:


Handels- und Dienstleistungsuntersuchung

Die Handels- und Dienstleistungsuntersuchung arbeitet, basierend auf aktuellen Einzelhandelsdaten über Kaufkraft, Umsätze, Käuferverhalten u. ä. aber auch einer Analyse der sonstigen Dienstleistungs-, Gastronomie-, Kultur- und Tourismusangebote die maßgeblichen zentrumsrelevanten Rahmenbedingungen und Entwicklungslinien heraus, prognostiziert die Entwicklungsfaktoren und liefert Handlungsstrategien zur Attraktivitätssicherung und –steigerung der Innenstadt. Sie liefert dabei auch Ansatzpunkte für das Handeln der Stadt im Sinne gezielter Wirtschaftsförderung, der Anforderungen an die städtebauliche Gestaltung sowie der Struktur insb. der Handelsbetriebe. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden vom Stadtrat als Leitlinien zur Stärkung und Stützung der Innenstadt im Einzelhandel beschlossen.


Innenstadtrahmenplan

Der Innenstadtrahmenplan liefert, basierend auf den Ergebnissen der Handels- und Dienstleistungsuntersuchung, einen tragfähigen Rahmen für die künftige städtebauliche Entwicklung in der Innenstadt. Zentrale Aufgabe ist es dabei, die konkret anstehenden Projekte (insbesondere Rheinbrückenplanung mit Rheinufergestaltung, Bahnhofsplanung einschließlich Umfeld und Marktplatzneugestaltung), die laufenden Konversionsprojekte in der Innenstadt und am Innenstadtrand (Prinz-Carl-Anlage, Schönauer Straße und Liebenauer Feld) und die rahmensetzenden Fachplanungen für die Innenstadt (Verkehrskonzept und Grüne Perlenkette) zusammenzuführen, aufeinander abzustimmen und ein städtebauliches Gesamtkonzept zu entwickeln.

Insbesondere werden Fragen nach der künftigen Nutzungsverteilung in der Innenstadt, einer Vernetzung der Fußgängerzonen durch verkehrsberuhigte Bereiche, notwendigen baulichen Ergänzungen bzw. Modernisierungsschwerpunkten, der Verknüpfung der Kernstadt mit ihren Randbereichen sowie der Anbindung der Innenstadt an den Rhein beantwortet.

Die notwendigen Bestandsanalysen, Ziele und Konzepte bieten Möglichkeiten für das Handeln der Stadt in eigener Regie durch Gestaltung des öffentlichen Raums, durch administrative Vorgaben für Private (z.B. die Notwendigkeit von Bebauungsplänen und Satzungen) und zum Einsatz von Förderinstrumenten zur Unterstützung bei der Verwirklichung dieser Ziele.

Rheinufergestaltung

Die Stadt Worms liegt am westlichen Rheinufer zwischen den beiden Ballungsräumen Rhein-Neckar und Rhein-Main. Diese nicht unproblematische Lage ist eine wesentliche Rahmenbedingung, unter der die Stadt Worms im Wettstreit der Städte untereinander ihre Position wahren will.

Baustart für Rampen und Platzgestaltung (Oktober 2015)

Am Montag, 19. Oktober, fällt der Startschuss für den Bau der Rampen zur Karl-Kübel-Brücke (B9 Worms) und die Umgestaltung des Platzes vor der Nibelungenschule.

Anhebung der Karl-Kübel-Brücke (Mai 2015)

Ab Samstagabend, 09. Mai, 20.00 Uhr, bis Sonntagmorgen, 10. Mai, 6.00 Uhr, wird die B 9 in Worms im Bereich der Karl-Hofmann-Anlage gesperrt.

Umland als Erfolgsgarant

Der Erfolg des Wormser Einzelhandels ist ganz wesentlich durch sein Umland geprägt. 33 % des Wormser Umsatzes kommen durch Kaufkraft von außen, woran das rechtsrheinische Einzugsgebiet einen nicht unwesentlichen Anteil hat, der jedoch abnimmt. Deswegen nimmt der Bau der zweiten Rheinbrücke eine solch herausragende Stellung in den städtischen Überlegungen ein. Durch sie soll das hier derzeit vorhandene Nadelöhr beseitigt und eine leistungsfähige Verbindung nach Hessen geschaffen werden.

Spürbare Veränderungen

Diese Baumaßnahme wird den östlichen Stadteingang spürbar verändern:

  • Der Festplatz konnte nicht an seinem angestammten Platz bleiben,
  • ein Sportplatz musste verlegt werden,
  • Hochwasserschutzmaßnahmen sind erforderlich,
  • die Verlagerung der Zufahrtsstraßen schafft Plätze, die gestaltet werden müssen,
  • die Übergänge der Bundesstraße B 9 müssen gestaltet werden
  • und vieles mehr.


Die Stadt Worms plant im Zusammenhang mit dem Bau der 2. Rheinbrücke als Parallelbrücke zu der bestehenden Brücke die Neugestaltung der Rheinuferpromenade und des Umfeldes mit Festplatz. Dieser Planungsgedanke ist seit jeher mit der Gesamtplanung des Projektes Rheinbrücke verknüpft und in dem Planwerk entsprechend dargestellt. Die Rheinbrücke selbst und deren Anschlüsse an die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Trasse der B 9 sind planfestgestellt, die vorbereitenden Leitungsarbeiten wurden Anfang 2003 abgeschlossen und mit den oberirdischen Brückenbauarbeiten 2003 begonnen.

Seit der Erstellung der Rheinbrückenplanung haben sich einige Rahmenbedingungen im Umfeld geändert, insbesondere wurde die Planung des Festplatzes überarbeitet. Der in der Planung vorgeschlagene Standort einer Stadthalle am Rheinufer sowie die Neuanlage neuer Wasserflächen z. B. in Form eines Freizeitkanales werden zwischenzeitlich aus finanziellen Gründen nicht mehr als realistisch eingeschätzt. Diese veränderten Zielvorgaben bedingen eine Überarbeitung der bestehenden Planung.

Mit dieser notwendigen Überarbeitung wurde das Büro werkplan, Kaiserslautern in Zusammenarbeit mit Prof. Wüst, Universität Kaiserslautern beauftragt. Die Planung wurde im Juni 2004 vom Stadtrat der Stadt Worms beschlossen.

Zur Realisierung der Maßnahmen wurde im April 2005 die Durchführung vorbereitender Untersuchungen nach dem Baugesetzbuch beschlossen. Ziel dieser Untersuchungen ist die Klärung des für die Umsetzung der Planung geeigneten städtebaulichen Instrumentariums sowie die Erstellung einer Kosten- und Finanzierungsübersicht.

Konversion in Worms

Ab 1993 wurden die ersten Nutzungen der insgesamt 15 von den US-Streitkräften und der Bundeswehr militärisch genutzten Liegenschaften in Worms aufgegeben. Die Konversion, also die Umwandlung militärischer in zivile Nutzung, war eine große Herausforderung für Worms.

Umnutzung ehemals militärisch genutzter Flächen
15 ehemals militärisch genutzte Flächen - 12 der amerikanischen Streitkäfte und 3 der Bundeswehr - mit insgesamt mehr als 68 ha wurden bzw. werden im Zuge der Konversion zivilen Nutzungen zugeführt.

Drei dieser Projekte, die Umgestaltung der ehemaligen Kaserne "Taukkunen Baracks" zum Dienstleistungs-, Gewerbe- und Kulturpark "Prinz-Carl-Anlage", die der amerikanischen Wohnsiedlung "Thomas-Jefferson-Village" zum "Liebenauer Feld" und die Umnutzung des Bundeswehrdepots an der Schönauer Straße zu einem Fachmarktzentrum werden hier vorgestellt:

Prinz-Carl-Anlage

Informationen und Bilder zur Entwicklung der Prinz-Carl-Anlage (ehemals "Taukkunen Baracks") finden Sie hier:

Geschichte
Neuere Entwicklung
Aktuelle Bilder

Liebenauer Feld

Die amerikanische Wohnsiedlung "Thomas-Jefferson-Village" wurde 1999 von den amerikanischen Streitkräften an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Von der Stadt Worms wurde das Gelände der Schule erworben und die Westend-Grundschule dorthin verlagert. Das übrige Gelände wurde 2002 von der Liebenauer Feld GmbH gekauft.

Bebauungsplan
Die Stadt Worms erstellte einen Bebauungsplanes für das Gebiet. Hierzu wurde zunächst vom Büro Müller, Benzing und Partner, Esslingen ein städtebaulicher Entwurf erarbeitet. Ebenfalls wurden vorbereitender Untersuchungen durchgeführt, anhand derer die Ausweisung eines Sanierungsgebietes geprüft werden sollte. Diese Arbeiten wurden vom Büro Göttnauer und Partner, Schlüchtern-Ramholz durchgeführt.

Erste Leitlinien
Ziel der Planungen war es, das Liebenauer Feld als attraktives Wohngebiet zu entwickeln. Hierzu wurden im Vorfeld von Seiten der Stadt folgende erste Leitlinien erarbeitet:

Erhaltung und Aufwertung der grünen Freiräume
Aufwertung und verkehrsberuhigter Ausbau der Straßenräume
Abrundung durch Neubebauung entlang der Bebelstraße

Voraussetzungen
Die Rahmenplanung ging insbesondere von folgenden Voraussetzungen aus:

Gebäudeabbruch, Schadstoffsanierung:
Die Gebäude entlang der Bebelstraße (ehemals PX-Laden, Verwaltung, Tankstelle, Club und Appartmentgebäude) und nördlich der Von-Steuben-Straße wurden abgebrochen. Dadurch wurde es möglich, diese Bereiche entsprechend der städtebaulichen Zielvorstellungen neu zu ordnen und differenzierte Wohnangebote zu machen. Die übrigen Gebäude wurden saniert, dabei insbesondere vorhandene Schadstoffe (z.B. Parkettkleber) beseitigt und modernisiert.

Verkehr:
Bebelstraße und Von-Steuben-Straße haben die Funktion von Hauptverkehrsstraßen. Hierzu wurde die Bebelstraße verbreitert und die Von-Steuben-Straße verlängert, an den Bahnhof angebunden und über die Brunhildenbrücke mit der Innenstadt verbunden. Beide Straßen haben zwei Fahrspuren und beidseitig jeweils Radwege, Parkstreifen und Bürgersteige erhalten. Die vorhandenen Bäume wurden zu Alleen ergänzt. Alle übrigen Straßen im Gebiet haben lediglich Erschließungsfunktion. Um Durchgangsverkehr zu vermeiden sind verkehrsberuhigende Maßnahmen mit niveaugleichem Ausbau geplant.

Bebauung:
In der Würdweinstraße standen bis vor langem noch drei Wohnblöcke aus den 50er Jahren. Diese wurden nacheinander abgerissen und an ihrer Stelle 100 neue Sozialwohnungen erbaut, da sich der Neubau gegenüber einer Sanierung als günstiger erwies.

Weiterhin sind in der Von-Steuben-Straße das neue Verwaltungsgebäude der Wohnungsbau, ein Kindergarten und verschiedenen Wohnhöfen entstanden.

An der Ecke zur Bebelstraße entstand das emporwachsende Ärztehaus, das auf 5500 Quadratmetern eine barrierefreie Praxislandschaft bietet.

Auch das große Eckgelände zwischen Liebenauer- und Bebelstraße wird jetzt mit einem Seniorenzentrum und einem Supermarkt geschmückt.

Für die Brachflächen an der Ecke Von-Steuben- / Seidenbenderstraße wurde das Projekt „Stadtvilla“ geplant und umgesetzt. Aber egal ob „Stadtvilla“, Energieeffizienzhaus, Lebenszyklushaus oder Eigentumswohnung hier im Liebenauer Feld ist für jeden das richtige dabei.

All diese Neubauten sind an das Nahwärmenetz angeschlossen, das von der Liebenauer Feld. GmbH und von EWR betrieben werden. Gesteuert wird alles im „Green Office“ in der Liebenauer Straße.

Für die inneren Erschließung des Wohngebiets zwischen Bebel- und Von-Steuben-Straße wurden zwei Straßen, ein Rad- und Fußweg sowie eine komplette Kanal-Neuverlegung von der Liebenauer Feld GmbH in Angriff genommen.

Der Fuß- und Radweg, auch Sickingenweg genannt, kommt vom Seniorenwohnheim Casa-Reha im Norden des Liebenauer Felds und führt zwischen Ärztehaus und Wohnungsbau-Verwaltung auf die Von-Steuben-Straße. Gleichzeitig dient er auf einem kurzen Stück als Zufahrt zu den neuen Tiefgaragen beider Gebäude sowie zu den neu erstellten Kurzzeitparkplätzen für Patienten.

Auf einer der Straßenseiten wurden in diesem Zuge auch Bäume gepflanzt und die dazwischen liegenden einzelnen Parkflächen erwirbt die Wohnungsbau GmbH, die diese Stellplätze vermieten wird.

Freiräume:
Die grünen Blockinnenbereiche wurden erhalten und privatisiert, da sie nicht zur Lösung von Parkierungsproblemen zerstört werden sollten. Auch gibt es eine direkte Zuordnung von privaten Freiräumen zu den Erdgeschosswohnungen. Daneben wurde durch eine hochwertige Gestaltung der übrigen Freiflächen als private Gemeinschaftsräume eine angemessene Wohnumfeldqualität erreicht.

Ruhender Verkehr:
Je Wohnung ist ein Stellplatz auf dem Privatgrundstück nachzuweisen. Darüber hinaus ist ausreichend Parkraum für Besucher im öffentlichen Raum anzubieten. Bei der Wiedernutzung der vorhandenen Wohnungen sind grundsätzlich die Stellplätze im Straßenraum geblieben, jedoch wurden diese privat zugeordnet und gestalterisch aufgewertet.

Bei den Neubauten ist das jeweilige Parkierungskonzept abhängig von der Nutzung. Ziel war es dabei, die Stellplätze so weit wie möglich in Tiefgaragen unterzubringen.

Informationen und Bilder zur Entwicklung des Liebenauer Felds (ehemals "Thomas-Jefferson-Village") finden Sie hier:

Geschichte
Neuere Entwicklung
Bilder und Modell

Schönauer Straße

Informationen und Bilder zur Entstehung des Fachmarktzentrums Schönauer Straße (ehemals Bundeswehrdepot) finden Sie hier:

Fachmarktzentrum Schönauer Straße

Der neue Wormser Einkaufspark, kurz "WEP", in der Schönauer Straße öffnet ab 28. August 2008 seine Pforten. Mit Kaufland, ALDI, KIK, TEDI, Apotheke Klose & Co. Am 04.09. folgt OBI, am 11.09. Media Markt.

Damit öffnet sich ein Teil von Worms, der bislang verschlossen war. Die Sortimente der Anbieter sind auf die Angebote des innerstädtischen Einzelhandels abgestimmt und ergänzen diese. Somit wird nicht etwa eine Konkurrenzsituation geschaffen, sondern zusätzlich Kaufkraft in die Innenstadt geholt.

Von investierten 50 Millionen Euro gehen rund 15 Millionen Euro als Aufträge an Unternehmen aus der Region!

Unter dem Namen "Wormser Einkaufs Park" (WEP) eröffnet ein Teil des neuen Fachmarktzentrums in der Schönauer Straße bereits am 28.08.2008 seine Pforten:
• Kaufland
• Kick Mode
• TEDI Euro Shop
• Siemes Schuh Center
• Intersport Voswinkel
• Apotheke Klose
• ALDI
• AWG Modemarkt

1. Bezeichnung des Projektes:
Fachmarktzentrum Schönauer Straße

2. Projektleiter:
Abteilung Annett Böttner / 6.6 Verkehrswegebau

3. Beschreibung des Projektes– Erläuterung der Planung:
Anfang 2007 wurde zwischen der Stadt Worms und dem Erschließungsträger Fachmarkt-Zentrum in Worms, Wolf GmbH & Co. KG der Vertrag über die Erschließung des ehemaligen Geländes der Lederwerke Doerr & Reinhart, begrenzt durch die Schönauer Straße, die Scheidtstraße, die Klosterstraße und die Speyerer Straße, geschlossen.

Darin wird u.a. die Herstellung der erschließenden Verkehrswege geregelt, welche die Stadt Worms später übernimmt und unterhält. Im einzelnen zählen dazu:

a. die verkehrstechnische Anbindung des Fachmarktzentrums an die Klosterstraße inkl. der Linksabbiegespur

b. die Erneuerung des an das Anwesen des Fachmarktzentrums angrenzenden Gehweges der Klosterstraße

c. der Ausbau der Scheidstraße im Vertragsgebiet

d. die Anpassung und Erneuerung des an das Anwesen des Fachmarktzentrums angrenzenden Geh- und Radweges in der Schönauer Straße

e. die Instandsetzung aller bei den Bauarbeiten beschädigten öffentlichen Verkehrsflächen in Abstimmung mit der Stadt (Material entsprechend vorhandenem Standard)

f. die verkehrstechnische Anbindung der inneren Erschließung an die Schönauer Straße inkl. der Lichtsignalanlage. Der Stadt Worms werden die durch den Erschließungsträger erstellten Planunterlagen vor Baubeginn zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt. Während der Bauausführung wird die fachgerechte Herstellung der Verkehrsanlagen durch die Abteilung Verkehrswegebau überwacht.

4. Beteiligte am Projekt - Investoren:
Stadt Worms, Bereich 6, Abt. 6.6 Verkehrswegebau, Frau Böttner
Erschließungsträger Fachmarkt-Zentrum in Worms, Wolf GmbH & Co. KG

5. Finanzierung: Die Baumaßnahme wird von der Erschließungsgesellschaft finanziert.

6. Projektablauf / Verfahrensschritte- Beginn bis Abschluß:
Im Einzelnen sind die Teilmaßnahmen folgendermaßen fortgeschritten:

zu 1. Die Anbindung an die Klosterstraße erfolgt durch eine Einmündung, welche durch ITG gebaut wurde. Der Anschluss an den noch zu verlegenden Gehweg (im Zuge der Maßnahme „Anbindung der Klosterstraße an die B9“) erfolgte provisorisch. Abnahme für diesen Bereich ist am 04.10.07.

zu 2. Die Verlegung des Gehweges Klosterstraße erfolgt im Zuge der Maßnahme „Anbindung der Klosterstraße an die B9“ und kann erst umgesetzt werden, wenn die Gebäude auf dem Gelände des FMZ stehen, da eine Grenzbebauung erfolgt.

zu 3. Der Ausbau der Scheidtstraße erfolgt lt. Erschließungsvertrag durch die ITG und soll noch in diesem Jahr beginnen. Derzeit wird die Planung im Rathaus abgestimmt. Das EWR verlegt bereits ihre Leitungen in der Scheidtstraße, um spätere Verzögerungen bei den Bauarbeiten zu vermeiden.

zu 4. Die Änderung des Gehweges in der Schönauer Straße ist abgeschlossen. Die Arbeiten werden am 04.10.07 abgenommen.

zu 5. Diese Arbeiten werden den Erfordernissen entsprechend durchgeführt.

zu 6. Die Anbindung der inneren Erschließung an die Schönauer Straße ist bautechnisch umgesetzt. Die Abnahme erfolgt am 04.10.07. Die Lichtsignalanlage wird erst gestellt, wenn die Zufahrt zum FMZ freigegeben wird, um Schäden durch Baufahrzeuge, welche die Zufahrt als Baustellenzufahrt derzeit nutzen, zu vermeiden.

Die baulichen Voraussetzungen für die LSA (Fundamente, Leerrohre) sind gegeben.

Baubeginn: 2007

Bauende: Oktober 2008

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Stadtplanung und Bauaufsicht

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