25.02.2021 / Abfalltipp

Was kommt in die Gelbe Tonne?

Die Abfallberatung der Entsorgungs- und Baubetrieb Worms AöR gibt praktische Tipps und Infos zur neu eingeführten Gelben Tonne.

Seit diesem Jahr stehen auch den Wormser Privathaushalten die Gelbe Tonne zur Verfügung.
Seit diesem Jahr stehen auch den Wormser Privathaushalten die Gelbe Tonne zur Verfügung.
© iStock 537268686, Fotograf/Urheber: doomu

Gelbe Tonne für Verkaufs- und Serviceverpackungen

Inzwischen sind bereits viele Wormser Privathaushalte mit einer funkelnagelneuen Gelben Tonne ausgestattet. Die Abfallberatung der Entsorgungs- und Baubetrieb Worms AöR informiert über die wichtigsten Regeln zur korrekten Befüllung: Am allerwichtigsten ist die Tatsache, dass es sich bei der Wertstoffsammlung um eine reine Verpackungssammlung handelt. Das bedeutet, was keine Verpackung war, gehört nicht in die Gelbe Tonne. Wie bei den Gelben Säcken zuvor, werden auch in den neuen Gelben Tonnen ausschließlich Verkaufs- und Serviceverpackungen gesammelt, also Leichtverpackungen aus Kunststoff, Alu, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons. Also z. B. Milchtüten, Joghurtbecher, Konservendosen. Nicht in die Gelbe Tonne gehören dementsprechend z. B. Zahnbürsten, Einmalhandschuhe oder VHS-Kassetten, wobei es dabei keine Rolle spielt, dass diese Gegenstände ebenfalls aus Kunststoff sind.

Wie kommt der Verpackungsabfall in die Gelbe Tonne? Die Verpackungen müssen nicht gespült, aber ausgekratzt (löffelleer) sein. Außerdem sollte getrennt werden, was zu trennen geht und die Einzelteile dann in die Gelbe Tonne gegeben werden. Denn in den Sortieranlagen wird der gesammelte Verpackungsabfall zwar maschinell nach Materialien getrennt, allerdings können Sortieranlagen Verpackungen aus verschiedenen Komponenten (wie z.B. Plastikbecher mit Aludeckel) nicht auseinandernehmen. Aus diesem Grund sollte schon zuhause vor dem Einfüllen in die Tonne eine Trennung erfolgen.

Beim Recyceln der Kunststoffverpackungen handelt es sich nicht um einen echten Kreislauf. Und das wird auch auf lange Sicht nicht zu erreichen sein. Dass also aus einem Joghurtbecher wieder ein Joghurtbecher wird, wenn man ihn in die Gelbe Tonne wirft, ist ein Irrglaube und ganz einfach nicht wahr. Im Lebensmittelbereich ist der Einsatz von sog. Recyclaten, also von recyceltem Kunststoff, für Verpackungen aus hygienischen Gründen gar nicht zugelassen. Das bedeutet ganz klar: Jeder Joghurtbecher und jede Käseverpackung, die im Supermarkt im Regal steht, wurde neu produziert und nicht aus wiedergewonnenem Kunststoff.

Lediglich für Verpackungen von Reinigungsmitteln und Kosmetika dürfen Recyclate verwendet werden, allerdings ist auch das noch eher die Ausnahme als die Regel. Aus einem Großteil des recycelten Kunststoffs werden aber andere Produkte wie z. B. Rohre, Blumenkästen, Kleiderbügel oder Parkbänke hergestellt – also alles Dinge, die kein zweites Mal recycelt werden.

Wie man sieht: Ein echter Kreislauf sieht anders aus. Daher sollte jeder darauf achten, möglichst von Anfang an Verpackungsmüll einzusparen.

Quelle: Stadt Worms / Pressestelle

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